Wasseralarm in Nantes: starker Anstieg der Fälle von Hepatitis A
Ein atypischer Anstieg
Seit Juni 2025 wurden in Nantes mindestens 16 Fälle von Hepatitis A registriert. Die ARS des Pays de la Loire spricht von einem ungewöhnlichen Anstieg. Zum Vergleich: Die Region hatte 6 Fälle im Jahr 2021, 7 im Jahr 2022, 12 im Jahr 2023 und 14 im Jahr 2024.
Die Schlüsselrolle von kontaminiertem Wasser
Hepatitis A wird fäkal-oral übertragen: Aufnahme von kontaminiertem Wasser oder Nahrungsmitteln oder Kontakt mit kontaminierten Oberflächen. Wasser ist ein wichtiger Vektor, da es zum Waschen roh verzehrter Lebensmittel verwendet wird und in einigen prekären Haushalten die hygienischen Bedingungen (Toiletten, Händewaschen) unzureichend sind.
- Hauswasser: Obst und Gemüse mit sauberem Trinkwasser abspülen.
- Hygiene: Händewaschen mit Wasser und Seife vor und nach dem Essen Toilette.
Europäischer Kontext
Der lokale Anstieg ist Teil einer umfassenderen Dynamik in Mitteleuropa (Österreich, Ungarn, Slowakei, Tschechische Republik). In Nantes sind die Ursachen vielfältig: Reiserückkehr, gefährdete Bevölkerungsgruppen und einige lokale Ausbrüche mit identischen Stämmen, die seit April identifiziert wurden.
Symptome und Risiken
Übelkeit, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Gelbsucht. Die Infektion verläuft oft mild, kann jedoch bei gefährdeten Personen schwerwiegend sein (Sterblichkeit ≈ 1/1000). Nicht chronisch, aber sehr ansteckend.
Vorbeugende Maßnahmen
- Strenge Hygiene: Hände, Arbeitsflächen, Utensilien.
- Sichere Lebensmittel: Vermeiden Sie Schalentiere und rohe Meeresfrüchte.
- Gezielte Impfung: Reisende, Kinder in Gemeinden, Menschen in prekären Situationen oder Menschen mit Lebererkrankungen; nach Kontakt, Impfung innerhalb von 14 Tagen.
- Gesundheitsüberwachung: Erkennung von Übertragungsketten und Präventionsmaßnahmen.
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Zu beachten: Die Wasserqualität bleibt erhalten ein großes Gesundheitsproblem. Hygiene, Wasserfilterung und gezielte Impfung sind der beste Schutz.